
Das Whiteboard von Lucid Software mit dem Lucid-AI-Assistenten und der nahtlosen Lucidchart-Integration – Abstimmungen, Timer und Moderationswerkzeuge sind ab der „Team“-Stufe verfügbar
Best for: Entwicklungs- und Projektmanagement-Teams, die bereits Lucidchart nutzen und Retrospektiven sowie Brainstorming mit Haftnotizen auf derselben Plattform durchführen möchten – und deren Sicherheitsprüfung einen SOC 2-/ISO 27001-zertifizierten Anbieter bevorzugt.
Lucid präsentiert Lucidspark als das virtuelle Whiteboard, auf dem Ideen entstehen – eine unbegrenzte Arbeitsfläche für Brainstorming, die nahtlos in Lucidchart für Diagramme und in Jira für die Umsetzung übergeht.
„Wechseln Sie nahtlos von der Ideenfindung zur Planung und Umsetzung.“
Das Verkaufsargument lautet „Suite-Konsolidierung“: Lucidspark und Lucidchart werden als eine „Lucid Suite“ für 15 US-Dollar pro Benutzer und Monat angeboten – im Vergleich zu 10 US-Dollar pro Benutzer und Monat bei Einzelkauf –, unter dem Motto „Vertrauenswürdiger Partner von 99 % der Fortune-500-Unternehmen“. Der Schwerpunkt für 2026 liegt auf Lucid AI sowie einem offiziellen MCP-Server, sodass Claude oder ChatGPT Boards durchsuchen, zusammenfassen und synchronisierte Jira-Karten generieren können. Eine Fußnote auf der Preisseite sollten Sie vor der Budgetplanung unbedingt lesen: Die KI ist derzeit für alle Nutzer kostenlos, „kann jedoch in Zukunft einem kostenpflichtigen Abonnementmodell unterliegen“.
Lucidspark ist eine gute Wahl als Whiteboard-Lösung, wenn Lucidchart bereits in Ihrer Softwareumgebung integriert ist, und es geht besser mit Anonymität um, als sein Ruf vermuten lässt – im privaten Modus werden die Verfasser von Haftnotizen bis zum Ende der Sitzung verborgen, und ein Moderator kann eine Abstimmungssitzung vollständig anonym gestalten. Die Compliance-Maßnahmen von Lucid (SOC 2 Typ 2, ISO 27001/27701/42001, FedRAMP, IRAP, Standorte in den USA, der EU und Australien) sind die strengsten in dieser Kategorie, und der offizielle Lucid-MCP-Server ist allgemein verfügbar und wird monatlich ausgeliefert.
Der Haken liegt darin, wo sich die Retro-Funktionen in der Preisliste befinden. Abstimmungen, Timer und Moderatoren-Tools sind erst ab der „Team“-Stufe für 10 $ pro Benutzer verfügbar; Breakout-Boards sowie die Synchronisierung von Lucid Cards mit Jira und Azure DevOps sind ausschließlich im „Enterprise“-Tarif enthalten. Im kostenlosen Tarif ist die Durchführung einer moderierten Retrospektive gänzlich nicht möglich. Auch die strukturellen Lücken bestehen weiterhin: keine Zustandsprüfungen, keine wiederkehrenden Retrospektiven, keine Übernahme von Maßnahmen, keine teamübergreifende Zusammenfassung sowie eine KI, die zwar Cluster bildet und zusammenfasst, jedoch niemals Stimmungen oder Trends über mehrere Zyklen hinweg erkennt.
Am besten geeignet für: Teams, die bereits für die Lucid Suite zahlen und deren Sicherheitsprüfung einen FedRAMP-zertifizierten Anbieter vorschreibt. Als eigenständiges Retrospektive-Tool eher dürftig und preislich nachträglich belastend.
Last reviewed: 3. Juli 2026