
Ein interaktives Whiteboard für die Zusammenarbeit in agilen Teams
Best for: Agile Teams, die Retrospektiven, Planungen und Workshops visuell ansprechend und unterhaltsam gestalten möchten – und dabei auf einen soliden, von Jira unterstützten Lieferzyklus setzen –, sollten den Business-Plan einplanen, denn dort sind Jira und SSO tatsächlich integriert.

Spreo – bis August 2025 unter dem Namen „Metro Retro“, anschließend „Ludi“ und seit dem 1. Juli 2026 wieder „Spreo“, nachdem ein US-amerikanisches Unternehmen eine Unterlassungsaufforderung bezüglich der Marke „Ludi“ ausgesprochen hatte – präsentiert sich als Whiteboard, das speziell für agile Zeremonien und nicht für allgemeines Brainstorming entwickelt wurde.
„Das Online-Whiteboard für agile Teams – Planung. Verfeinerung. Retros.“
Es nennt seine Zielgruppe ausdrücklich: Scrum Master, Entwickler, Product Owner, Engineering-Manager, Agile-Coaches, Delivery-Manager und Produktdesigner. Der Clou ist eine Bibliothek mit über 100 Vorlagen für Retrospektiven, Sprint-Planung, Verfeinerung, Planning Poker, Stand-up-Meetings und Story-Mapping, wobei die Jira-gestützte Verfeinerung im Mittelpunkt steht. Der Ton bleibt warm und bewusst unbeschwert – Gadgets, Hüte zum Werfen, eine gemeinsame Jukebox – und hebt sich damit von trockeneren Mitbewerbern ab.
Spreo ist nach wie vor die reizvollste Plattform für Live-Veranstaltungen in diesem Angebot, und die Umbenennung im Juli 2026 stellt lediglich eine Namensänderung dar, keine Neugestaltung – Produkt, Team und Roadmap wurden übernommen, und sowohl ludi.co als auch metroretro.io leiten mit einem 301-Redirect direkt auf spreo.io weiter. Das Gadget-Regal verdient die Bewertung „Fun Factor“: eine Jukebox, die einen gemeinsam ausgewählten Titel für das gesamte Board abspielt, Timer, Drehscheiben, Summer, Konfetti und Hüte zum Werfen. Abstimmungsrunden sind umfassend konfigurierbar – Stimmen pro Person, Mehrfachstimmen sowie Abstimmungen über gruppierte Themen ebenso wie über einzelne Notizen – @Erwähnungen und Benachrichtigungen funktionieren für jedes Board-Objekt, und die Jira- Integration ist wirklich bidirektional.
Die Lücken sind struktureller Natur. Kein asynchroner Modus, keine wiederkehrenden oder geplanten Retrospektiven, kein Health-Check oder Pulse-Produkt, und die KI beschränkt sich auf das Beta-Feature zum Clustering von Notizen. Jira und SSO sind beide erst im Business-Tarif für 6 $ pro Nutzer enthalten, sodass drei Teams mit jeweils acht Mitgliedern 144 $ pro Monat kosten, nicht die 96 $, die die Starter-Überschrift vermuten lässt. Seit Mai 2026 wurde keine funktionsfähige Neuerung mehr veröffentlicht. Am besten geeignet für Teams am selben Standort oder in derselben Zeitzone, die Live-Zeremonien mit visueller Darstellung auf Basis eines Jira-Backlogs durchführen.