Strukturierte Online-Retrospektiven mit Team-Radar
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Best for: Kleine agile Teams mit Sitz in der EU, die ein einfaches, DSGVO-konformes Retro-Tool mit Vorlagen, Abstimmungen und einem leichtgewichtigen Team-Radar wünschen - und kein SSO, keine KI oder teamübergreifende Rollups benötigen.
Trune präsentiert sich als strukturiertes Online-Tool für Retrospektiven und Team-Feedback für agile Teams, die remote, im Büro oder in einer Hybridform arbeiten. Der Ton ist klar und auf die Vorteile ausgerichtet, wobei der Schwerpunkt auf EU-Entwicklung und Datenhoheit liegt – das Rechenzentrum befindet sich in Frankfurt, und die Einhaltung der DSGVO wird durchgehend betont.
„Sind Sie wirklich mit Ihrem Team verbunden? Mit Trune werden Sie es sein.“
Das Marketing hebt die 14 vorgefertigten Vorlagen (Mad-Glad-Sad, Start-Stop-Continue, Segelboot, die L’s), anonymes Feedback und den Agility Health Radar zur Darstellung der Teamgesundheit im Zeitverlauf hervor. Integrationen mit Jira, Azure DevOps, Trello und Asana werden neben „über 100 Integrationen über Zapier“ beworben. Die Preise sind pauschal pro Team und nicht pro Nutzer, und die kostenlose Stufe bietet Ihnen für fünf Sitzungen den vollen Premium-Funktionsumfang (abgesehen von der API).
Trune ist ein leistungsfähiges, schnörkelloses Retrospektive-Tool, das die grundlegenden Funktionen gut erfüllt: Vorlagen, anonyme Eingaben, Abstimmungen, einen Timer, die Nachverfolgung von Maßnahmen und einen schlanken „Agility Health Radar“. Die teambezogene Preisgestaltung und die Datenspeicherung in der EU machen es zu einer attraktiven Wahl für kleine europäische Teams, die eine DSGVO-konforme Alternative zu in den USA gehosteten SaaS-Lösungen suchen, und die nativen iOS-/Android-Apps sind ein echtes Alleinstellungsmerkmal für hybride Retrospektiven, bei denen einige Teilnehmer ohne Laptop im Raum anwesend sind.
Wo Trune bei ernsthaften agilen Programmen zu kurz greift, ist die Tiefe. Das Fehlen von kundenorientiertem SSO, SCIM, SOC 2 oder Audit-Protokollen schließt es für die meisten Unternehmen aus – die Sicherheitsseite nennt lediglich Zertifizierungen der zugrunde liegenden Google Cloud-/Firebase-Infrastruktur, nicht von Trune selbst. KI fehlt gänzlich: kein Clustering, keine Zusammenfassungen, keine Aktionserkennung und keine Stimmungsanalyse. Die Integrationsmöglichkeiten sind eine größere Lücke, als die Feature-Liste vermuten lässt – Trune nennt Jira, Azure DevOps, Trello und Asana, doch diese laufen über Zapier statt über native Konnektoren und sind erst in der teureren Professional-Stufe verfügbar. Die Moderationsfunktionen sind dürftig (kein „Parking Lot“, kein Agenda-Planer, kein asynchroner Modus, keine Drag-and-Drop-Gruppierung), und die Berichterstellung endet auf Teamebene, ohne team- oder organisationsübergreifende Zusammenfassungen.
Auch die Aktivität gibt Anlass zur Sorge: Der aktuellste Blogbeitrag stammt noch aus dem Juli 2024, und es gibt kein öffentliches Changelog; daher sollten Käufer vor einer Entscheidung überprüfen, ob das Produkt aktiv gepflegt wird.
Am besten geeignet für: ein einzelnes, in der EU ansässiges Scrum-Team, das eine übersichtliche, erschwingliche Retrospektive mit einem einfachen Gesundheitsradar wünscht – und keine Checkliste für Unternehmen benötigt.